Dateiformate

Beitrag von Andreas am/um 22. März 2017 - 15:45

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Lexikon

Bitmap/Vektor/Sound/Video-Formate

Gegebenes Dateiformat erkennen: Üblicherweise erkennt man das Datenformat einer Datei an der 'Extension' (Erweiterung) ihres Dateinamens. Diese Extension besteht meist aus 3 oder 4 Buchstaben, die mit einem Punkt an den Dateinamen angehängt ist.

Dateiformate: | Bitmap | Vektor | Sound | Video/Animationen

Bilder (Pixel- bzw. Bitmap-Formate)

Pixelformate eignen sich gut für Photos. Sie müssen aber je nach Einsatzzweck die richtige Auflösung haben. Ein kleines Logo aus dem Internet kann nicht für den Druck auf einem Briefbogen verwendet werden, da die darin enthaltenen Bildinformationen zu grob sind.

Für einen Offsetdruck braucht man Pixelbilder mit eine Auflösung von 300 dpi (dots per inch = Pixel pro Zoll) bzw. 120 Pixel pro cm bei Photos. Beispiel: Ein Bild mit z.B. 4 cm Breite muß in der Breite mindestens 480 Pixel (4 cm x 120 Pixel pro cm) haben.

Für Strichzeichnungen (bzw. schwarz/weiß Bitmaps) sollten es für den Druck schon 800 dpi sein. Da aber nur eine Farbe verwendet wird, bleibt die Dateigröße in handlichen Größenordnungen.

Bei Bildschirm-Anwendungen (z.B. Internet) reichen dagegen Auflösungen von 72 bzw. 96 dpi.

Extension

Einsatzbereiche

Bemerkungen

TIF / TIFF Druckvorstufe
Screendesign
Tagged Image File Format: gut geeignet für alle Pixelbilder:
von schwarz/weiß bis Echtfarben (True-Color), RGB und 4c (CMYK)
JPEG / JPG Screendesign
Webdesign
Fotografie
Joined Photographers Expert Group: Web-Format, am besten für Fotos. Gute, einstellbare Kompression, die aber nicht verlustfrei ist.
GIF Webdesign

Graphic Interchange Format: Web-Format, nur bis 256 Farben, eine kann transparent sein.
Einfache Animationen sind möglich.

PNG Webdesign Portable Network Graphic: Universelles Format, welches das GIF-Format ablösen soll (um die Patentprobleme damit zu umgehen). Bietet verlustfreie Komprimierung, weiche Transparenzen, von schwarz/weiß bis Echtfarben. Einziger Nachteil gegenüber GIF: keine Animationsmöglichkeiten.
BMP Screendesign (PC) Bitmap-Format: (Windows-Standardformat) schwarz-weiß (1-bit) bis Echtfarben (24-bit). Einfache Komprimierungsmöglichkeit.
CGM Screendesign

Computer Graphics Meta File: allgemeines Standardformat, das aber nicht sehr verbreitet ist. Es unterstützt Vektor- und Pixelgrafiken mit 1-, 8-, 24-bit-Farben.

PICT Screendesign (Mac) Standard-Grafikformat auf Macintosh-Systemen, schwarz-weiß bis Echtfarben, Kompression möglich, auch Vektorformen.

 

Bilder (Vektor-Formate)

Vektorformate eignen sich gut für Grafiken, Logos, etc. Ihr großer Vorteil ist die Auflösungsunabhängigkeit, d. h. sie können ohne Verluste beliebig vergrößert werden. Sie bieten aber im Vergleich zu Pixelbildern meist nicht deren Detailreichtum (z.B. bei Fotografien).

Extension

Einsatzbereiche

Bemerkungen

EPS Druckvorstufe Encapsulated PostScript: das Standardformat im Druckbereich. Für eine korrekte Ausgabe ist aber ein PostScript-Drucker/-Belichter notwendig. Das EPS-Format ist sehr vielseitig bzw. komplex. So können auch Bitmap-Bilder und Schriften in einer EPS-Datei eingebettet sein.
AI Druckvorstufe Auch ein Postscript-Format, das vom Programm Adobe Illustrator als Dokumentenformat genutzt wird, aber auch wie eine EPS-Datei gedruckt werden kann.
WMF Screendesign (PC)

Windows Meta File: Windows-Standardformat.

EMF Screendesign (PC)

Enhanced Windows Meta File: neueres Windows-Standardformat.

CGM Screendesign

Computer Graphics Meta File: allgemeines Standardformat, das aber nicht sehr verbreitet ist. Es unterstützt Vektor- und Pixelgrafiken mit 1-, 8-, 24-bit-Farben.

CDR Grafikdesign proprietäres Dokumentenformat von CorelDraw
SVG Webdesign

Scalable Vector Graphics. Neues Standardformat für's Internet, und basiert auf XML. Es hat seine Zukunft noch vor sich, da es noch nicht weit verbreitet ist und der Einsatz noch nicht ganz problemlos ist. Es soll eine offene Alternative für das Flash-Format sein. Es kann neben Vektorgrafik auch Animationen und interaktive Inhalte darstellen. Einen SVG-Player kann man sich bei Adobe herunterladen, wo es auch weitere Informationen zu SVG gibt.

Update: Adobe hat die Unterstützung für den SVG-Viewer eingestellt. Kein Wunder, haben sie doch mit Macromedia auch die Flash-Technologie eingekauft. Inzwischen unterstützen aber viele aktuelle Browser das SVG-Format von Haus aus, ohne ein Plugin zu benötigen: Firefox 3.0, Safari 3.1, Opera 9 und Amaya 10. Nur mit Animationen hapert es noch. Der Internet Explorer ist noch auf ein Plugin angewiesen. Ob der eigene Browser SVG unterstützt, kann man z. B. auf dieser Seite überprüfen.

 

 

Ton (Audio-/Sound-Formate)

Extension

Einsatzbereiche

Bemerkungen

AAC Musik AAC (Advanced Audio Coding) wurde von der MPEG-Arbeitsgruppe der ISO entwickelt. Es ist besser als MP3 (kleinere Datei bei gleicher Tonqualität bzw. höhere Qualität bei gleicher Dateigröße) und soll auch mit kritischen Klangänderungen besser zurecht kommen. Apple mit dem iPod, Nintendos Wii und mehrere Mobiltelefonhersteller unterstützen das Format.
AIFF, AIF   Audio Interchange File-Format: (Macintosh-Standardformat)
AU   Audioformat von Sun. Als früher Standard wird es von vielen Internetanwendungen unterstützt.
RA, RAM/RPM (Metafiles) Internetradio

RealAudio Format für Audio. Wird z. B. auch für "Internet-Radio" eingesetzt, da streaming-fähig. Weit verbreitetes Internetformat, das ein Plugin/Player benötigt. Diesen bringen aber fast alle aktuellen Browser schon mit oder kann kostenlos bei Real Networks Inc. über das Internet heruntergeladen werden.

MIDI, MID   Musical Instruments Digital Interface: Standard für die Ansteuerung von digitalen Instrumenten. Hier wird kein Klang gespeichert, sondern Noten diverser Instrumente. Daher sind diese Dateien sehr klein, auch wenn sie einen kompletten Song beinhalten. Setzen eine Soundkarte mit integriertem MIDI-Synthesizer voraus, was aber heute zur Standardausstattung gehört
MP3 Internetradio,
Musik
offizieller Name ist eigentlich MPEG 2.5 Audio Layer III. Bietet hohe Klangqualität trotz verlustbehafteter Kompression und deshalb inzwischen in aller Munde.
OGG (Vorbis), OGA Musik

(Ogg) Vorbis wurde von der Xiph.Org Foundation als patentfreie Alternative zu MP3 entwickelt. Das ist ein wichtiger Vorteil im Vergleich zu MP3, aber Ogg Vorbis hat bislang noch eine wesentlich kleinere Verbreitung als MP3.

OGG selbst ist ein Container-Dateiformat für Multimedia-Dateien (wie z.B. AVI, QuickTime etc.), das neben Audio auch Video und Text enthalten kann. Oft wird die Bezeichnung Ogg als Synonym für reine Audiodateien verwendet, die mit Vorbis codiert sind.

WAV   "Wave"-Audioformat: (Windows-Standardformat)

 

 

Filme/Animationen (Video-Formate)

Extension

Einsatzbereiche

Bemerkungen

GIF Webdesign siehe auch unter Bitmap-Bilder. Das GIF-Format erlaubt nur kleine, linear ablaufende Animationen ohne Steuerungsmöglichkeiten (nur Einblendzeit pro Bild). Also ähnlich wie ein Daumenkino. Dafür problemlos im Internet einsetzbar, da es von jedem Browser unterstützt wird - ohne Plug-In.
SWF Webdesign Flash (Shockwave Flash): Weit verbreitetes Animations-Format im Internet (einst von Macromedia®, jetzt Adobe). Für das Betrachten ist das Flash-Plug-in notwendig, das aber fast alle aktuellen Browser schon mitbringen oder kostenlos bei Adobe® über das Internet heruntergeladen werden kann. Zur Zeit ist Version 24.x aktuell. Ältere Player/Plug-ins können meist mit neueren Flash-Versionen erstellte Dateien nicht darstellen.
MOV, QT Screendesign
Webdesign
Video

QuickTime: Kann Video beinhalten, aber auch Audio, Flash-Inhalte und interaktive Inhalte. Auch 3D- und VR-Ansichten und Streaming sind möglich. Also ein richtiges Multimedia-Format. Unterschiedliche Codecs (z. B. Cinepak, Sorenson, MPEG-4) stehen zur Verfügung. Benötigt QuickTime-Player bzw. -Plugin, der bei Apple Computer Inc. kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann (für Macintosh- oder Windows-Systeme).

AVI Screendesign (PC) Windows Standard-Videoformat, das aber evtl. einen speziellen Codec (z. B. Cinepak, Indeo) benötigen kann.
MPEG, MPG, MPE, MP2, MP4

Screendesign
Webdesign
Video

Videoformat der Motion Pictures Expert Group: Zu unterscheiden sind die bisher veröffentlichten Versionen MPEG-1 (z. B. Video CD), MPEG-2  (z. B. DVD, Super Video CD), MPEG-3 (kaum anzutreffen, war für HDTV vorgesehen) und MPEG-4. Das bekannte MP3-Format ist nur ein Unter-(Audio-)Format und gehört hier nicht dazu.
RM, RAM/RPM (Metafiles) Webdesign RealMedia Format. Für Video und Audio. Weit verbreitetes Internetformat, das ein Plugin/Player benötigt. Diesen bringen aber fast alle aktuellen Browser schon mit oder kann kostenlos bei Real Networks Inc. über das Internet heruntergeladen werden.
SVG Webdesign

Scalable Vector Graphics. Neues Standardformat für's Internet, und basiert auf XML. Es hat seine Zukunft noch vor sich, da es noch nicht weit verbreitet ist und der Einsatz noch nicht ganz problemlos ist. Es soll eine offene Alternative für das Flash-Format sein. Es kann neben Vektorgrafik auch Animationen und interaktive Inhalte darstellen. Einen SVG-Player kann man sich bei Adobe herunterladen, wo es auch weitere Informationen zu SVG gibt.

Update dazu siehe Vektorformate

     

 

Alle Angaben sind zwar sorgfältig recherchiert, aber ohne Gewähr. Für gemeldete Fehler oder Ergänzungen vielen Dank im Voraus!