Besetzung und Requisite

Beitrag von Andreas am/um 29. März 2017 - 1:35

Hier das Material, das wir verwendet haben. Zum Glück war alles in unserem gut sortierten Haushalt zu finden. Na gut, ein bißchen suchen mußten wir... hatte ich schon erwähnt, daß man immer gerade das nicht findet, wonach man am dringendsten sucht?

Die wichtigsten Dinge:

  1. Ein scharfes Messer
  2. Ein schöner Apfel
  3. Etwas Draht
  4. Ein schwarzer Permanent-Marker
  5. Ein Blatt (Basilikum z. B.)
  6. Reißnägel (4 Stück, mit weißer Kappe)
  7. Eine Stubenfliege

    nicht mit abgebildet:

  8. ein Obst- oder Brotkorb
  9. ein Küchentisch
  10. eine Deckenlampe

Jetzt kommt die sorgfältige Vorbereitung der Besetzung und Requisite, damit nachher bei der Aufnahme alles flott von der Hand geht.

Als erstes wird der Hauptdarsteller, der Apfel, vorbereitet. Er wird halbiert, quer zur Stielrichtung. Sie merken schon, ab jetzt darf nicht mehr getrödelt werden, sonst wird unser Hauptdarsteller immer unansehnlicher und nachher will ihn niemand mehr essen.

Damit dieser "Mund" sich in verschiedenen Stellungen fest einstellen läßt, werden mit Drahtstücken an der Hinterseite das Ober- und Unterteil wieder miteinander verbunden. Je nach Drahtart und -stärke müssen mehrere Drähte verwendet werden. Wichtig ist, daß sich der Mund öffnen läßt und in einer festen Stellung verbleibt. Ist die Drahtverbindung zu schwach, fällt das Oberteil wieder herunter.

Wieder mit Draht wird der Apfel an der Unterseite fest mit dem Korb verbunden, damit er sich während den Aufnahmen nicht bewegen kann. Wer kann, befestigt dann auch noch den Korb fest mit dem Tisch, damit er nicht versehentlich verwackeln kann. Uns wurde es leider von dritter Seite (wir wollen keine Namen nennen) verwehrt , den Korb fest mit dem Küchentisch zu verschrauben. Daß jetzt im Endfilm dann doch kleine Wackler zu sehen sind, ist also alleine die Schuld von der, deren Namen nicht genannt werden soll!

Als Augen bekommt der Apfel Reißnägel eingedrückt, die jetzt vorbereitet werden. Hat man Reißnägel mit weißen Kappen, sind die Augen schon fast fertig. Es müssen nur noch mit Permanentmarker die Pupillen aufgemalt werden. Damit er blinzeln kann, gibt es zwei Augenformen, einmal als Schlitz und einmal mit Pupillen:

Die "Augen" Von links nach rechts im Ursprungszustand, geschlossen und geöffnet.

Wir haben die Pupillen ganz an den Rand gemalt. Dadurch kann er in verschiedene Richtungen blicken oder mit den Augen rollen, ohne die Reißnägel wechseln zu müssen - drehen genügt.

Jetzt fehlt nur noch der Nebendarsteller: die Fliege. Das Einfangen war einfach, aber das Einhalten der Flugbahnen wollte diesem dummen Tier nicht gelingen. Deshalb wurde die Fliege mit dem Tode bestraft, fotografiert und nachträglich in der Postproduktion einmontiert.